Digital Work

Was ist digitales Arbeiten? Definition und Einstieg für den Mittelstand

Digitales Arbeiten heißt, dass Zusammenarbeit, Ablage, Prozesse und Befähigung in einem Betrieb verbindlich geregelt sind und digital laufen. Woran du erkennst, wo dein Unternehmen steht, welche Beispiele es im Mittelstand gibt und wie lange die Einführung dauert.

Von Florian Obermeier · Marketing Operations Manager
Was ist digitales Arbeiten? Definition und Einstieg für den Mittelstand

Digitales Arbeiten bedeutet, dass die Zusammenarbeit in einem Betrieb, die Ablage von Dokumenten, die Prozesse zwischen den Systemen und die Befähigung der Belegschaft verbindlich geregelt sind und digital laufen. Die Software dafür ist in den meisten mittelständischen Betrieben längst vorhanden, oft als Microsoft 365. Was fehlt, sind die Regeln, wer was wo ablegt und über welchen Kanal entscheidet. Bei PASSION4IT heißt das Angebot dafür Digital Work.

Was du aus diesem Artikel mitnimmst:

  • Eine Definition von digitalem Arbeiten, die über »wir haben Teams« hinausgeht
  • Vier Bereiche, die zusammen geregelt sein müssen, damit digitales Arbeiten im Alltag trägt
  • Sechs Anzeichen, an denen du erkennst, dass es in deinem Betrieb noch nicht funktioniert
  • Konkrete Beispiele aus Buchhaltung, Außendienst, Lager und Kundenservice
  • Warum in den meisten Fällen keine zusätzlichen Lizenzen nötig sind
  • Wie lange die Einführung realistisch dauert: 2 bis 4 Wochen Analyse, 8 bis 16 Wochen erste Umsetzungsstufe

Was ist digitales Arbeiten?

Digitales Arbeiten ist eine Arbeitsweise, in der Informationen, Aufgaben und Entscheidungen digital fließen, ohne dass jemand sie zwischen Systemen, Postfächern und Laufwerken zusammensuchen muss. Der Begriff beschreibt damit einen Zustand der Organisation. Ein Betrieb kann Microsoft 365 seit Jahren lizenziert haben und trotzdem analog arbeiten, wenn Freigaben weiter per Mail mit fünf Anhängen laufen.

Die englischen Begriffe Digital Work, Digital Workplace oder Modern Work meinen im Kern dasselbe. Modern Work wird häufiger für die Microsoft-Welt verwendet, Digital Workplace eher für die technische Plattform. Für die Entscheidung in einem mittelständischen Betrieb ist die Unterscheidung zweitrangig.

Was gehört zum digitalen Arbeiten dazu?

Vier Bereiche, die zusammen geregelt sein müssen. Fehlt einer, fällt der Betrieb in alte Muster zurück.

BereichWas geregelt sein mussTypisches Symptom, wenn es fehlt
Zusammenarbeitwelcher Kanal wofür gilt: Chat, Team, Mail, BesprechungAbstimmungen laufen in vierzig Mails statt im Projektkanal
Ablage und Berechtigungenwo welches Dokument liegt und wer es sehen darfdieselbe Datei in OneDrive, SharePoint, auf dem Netzlaufwerk und lokal
Prozessewelche Rolle jedes System spielt und wo Daten übergeben werdenERP und CRM werden doppelt gepflegt
Befähigungwer welche Werkzeuge beherrscht und wie Neue eingearbeitet werdendie letzte Schulung liegt zwei Jahre zurück

Die Reihenfolge ist wichtig. Wer mit der Technik beginnt und die Regeln später klären will, baut dieselbe Unordnung in einem neuen System nach. Wie das für Microsoft 365 und Teams in der Praxis aussieht, steht in Modern-Work-Beratung für Microsoft 365 und Teams.

Woran erkennst du, dass digitales Arbeiten in deinem Betrieb noch nicht funktioniert?

An wiederkehrenden Reibungen im Alltag, die jeder kennt und keiner mehr bemerkt. In den Bestandsaufnahmen, die PASSION4IT im Mittelstand macht, tauchen sechs Muster besonders oft auf.

  1. Abstimmungen, Aufgaben und Freigaben laufen weiter über die Mail, obwohl Teams eingerichtet ist.
  2. Niemand weiß verbindlich, was in einen Kanal gehört und was in den Chat.
  3. Welche Dateiversion gerade gilt, weiß niemand sicher.
  4. Die Systemlandschaft ist über Jahre gewachsen, ohne dass jemand die Rolle jedes Systems festgelegt hat.
  5. Es gibt keine festen Ansprechpartner für Tools und keine Leitlinien für digitales Arbeiten.
  6. Microsoft 365, CRM oder ERP gelten als Thema der IT, obwohl es um Arbeitsweisen und Führung geht.

Treffen drei oder mehr davon zu, lohnt eine strukturierte Bestandsaufnahme mehr als das nächste Tool.

Welche Beispiele für digitales Arbeiten gibt es im Mittelstand?

Die greifbarsten Beispiele liegen dort, wo heute Papier, Doppelerfassung oder Suchzeit anfallen.

  • Buchhaltung. Eingangsrechnungen werden digital eingelesen, im Workflow geprüft und gebucht, ohne dass ein Ausdruck von Schreibtisch zu Schreibtisch wandert.
  • Außendienst. Zeiten landen direkt im System, und vor dem Kundentermin kommen die aktuellen Zahlen aus dem CRM aufs Tablet.
  • Projektarbeit. Der Projektstatus steht im Team und Aufgaben liegen in einer Aufgabenverwaltung.
  • Lager. Barcodes beschleunigen das Kommissionieren und senken die Fehlerquote.
  • Kundenservice. Anfragen laufen in ein Service-Tool mit Wissensdatenbank, Angebote und Verträge werden digital unterschrieben.

Keines dieser Beispiele verlangt ein Großprojekt. Jedes verlangt aber eine Entscheidung, welches System führt und wer den Prozess verantwortet.

Brauche ich für digitales Arbeiten neue Software oder zusätzliche Lizenzen?

In den meisten Fällen nicht. Der größte Teil dessen, was im Alltag fehlt, ist in Microsoft 365 Business Standard oder Business Premium bereits enthalten und nur nicht eingerichtet oder nicht geregelt. Ob ein Zukauf sinnvoll ist, entscheidet sich nach der Bestandsaufnahme.

Wo tatsächlich ein neues System nötig wird, etwa ein ERP oder ein Dokumentenmanagement, gehört die Auswahl in einen eigenen, strukturierten Prozess. PASSION4IT macht das herstellerunabhängig über die Smarte Softwareauswahl.

Wie lange dauert die Einführung von digitalem Arbeiten?

Die Analyse dauert zwei bis vier Wochen. Für die erste Umsetzungsstufe mit Ablagestruktur, Berechtigungen und verbindlichen Standards sind je nach Betriebsgröße 8 bis 16 Wochen realistisch. Die Befähigung der Belegschaft läuft parallel zur Umsetzung.

Befähigung heißt dabei kurze Einheiten, die sich in den Arbeitstag einfügen. Die PASSION4IT Academy liefert das Modul Digital Work für 39 Euro pro User und Jahr, ohne Präsenztermine und mit Zertifikat für jedes abgeschlossene Training. Lizenziert wird pro User.

Was kostet der Einstieg ins digitale Arbeiten?

Der Einstieg ist bei PASSION4IT der Digital Check zum Festpreis von 3.950 Euro zuzüglich Reisekosten. Er liefert die Bestandsaufnahme und eine priorisierte Roadmap, aus der sich der Umfang der Umsetzung ergibt. Über die BAFA-Förderung für Unternehmensberatungen sinkt der Eigenanteil in den alten Bundesländern auf 2.200 Euro, sofern der Antrag vor Beratungsbeginn bewilligt ist. Das Programm endet nach aktueller Lage am 31. Dezember 2026.

Den Aufwand der Umsetzung vorher zu beziffern wäre unseriös. Er hängt davon ab, wie viele Bereiche betroffen sind und wie viel Standardisierung schon vorhanden ist.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist digitales Arbeiten einfach erklärt?

Digitales Arbeiten heißt, dass Informationen, Aufgaben und Entscheidungen in einem Betrieb digital fließen und verbindlich geregelt ist, was wo abgelegt und über welchen Kanal abgestimmt wird. Bei PASSION4IT umfasst das Angebot Digital Work die Bereiche Zusammenarbeit, Ablage und Berechtigungen, Prozesse und Befähigung.

Ist digitales Arbeiten dasselbe wie Homeoffice?

Nein. Homeoffice ist eine Frage des Arbeitsorts. Digitales Arbeiten regelt, wie Informationen fließen, und funktioniert im Büro genauso wie auf der Baustelle oder zu Hause.

Was ist der Unterschied zwischen Digital Work und einer Microsoft-365-Einführung?

Eine Microsoft-365-Einführung stellt Technik bereit. Digital Work klärt vorher, welche Ablage gilt, wer welche Entscheidung trifft und welche Kanäle wofür genutzt werden. Ohne diese Festlegungen entsteht im neuen System dieselbe Unordnung wie vorher.

Für welche Unternehmen eignet sich Digital Work von PASSION4IT?

Für mittelständische Unternehmen mit 20 bis 1.000 Beschäftigten in Bayern und DACH, vor Ort und remote. Angesprochen sind Geschäftsführung, IT-Leitung und Digitalisierungsverantwortliche.

Wie lange dauert die Einführung?

Zwei bis vier Wochen Analyse im Digital Check, danach 8 bis 16 Wochen für die erste Umsetzungsstufe, abhängig von der Größe. Die Schulung der Belegschaft läuft parallel.

Ist Digital Work förderfähig?

Der Beratungsanteil ja, über die BAFA-Förderung für Unternehmensberatungen. PASSION4IT ist beim BAFA unter der Beraternummer 222542 registriert. Beim Digital Check sinkt der Eigenanteil in den alten Bundesländern auf 2.200 Euro.

Wer betreut das Thema bei PASSION4IT?

Andreas Hackl, Head of Business Operations. Er begleitet Digital-Work-Projekte und hält dazu regelmäßig Webinare.

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